Wir verwenden Cookies, um unsere Website und unseren Service zu optimieren.
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt.Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.
Verbotene Worte, ewige Verse: Eine Frau, die Dante im 19. Jahrhundert übersetzte
8. MÄRZ – INTERNATIONALER FRAUENTAG
Anlässlich des Internationalen Frauentags lädt die Società Dante Alighieri Düsseldorf zu einem Vortrag ein, der einer außergewöhnlichen und bis heute wenig bekannten Persönlichkeit gewidmet ist: Sophie Hasenclever (1823–1894), Übersetzerin von Dante Alighieris Divina Commedia und eine zentrale Figur des kulturellen Lebens des 19. Jahrhunderts.
Der Vortrag geht von den Promotionsforschungen der Referentin aus, die zur Wiederentdeckung Sophie Hasenclevers geführt haben – einer Düsseldorfer Salonière und Intellektuellen sowie Tochter von Friedrich Wilhelm von Schadow (1788–1862), dem Gründer und ersten Direktor der Düsseldorfer Kunstakademie. In einem künstlerisch und kosmopolitisch geprägten Umfeld aufgewachsen, verbrachte Sophie Hasenclever längere Zeit in Italien, wo sie sich eine tiefgehende Kenntnis der italienischen Sprache und Kultur aneignete.
Ihr literarisches und übersetzerisches Wirken ist im Kontext des 19. Jahrhunderts, insbesondere für eine Frau, als außergewöhnlich zu betrachten. 1875 veröffentlichte sie in Leipzig im Verlag Dürr ihre deutsche Übersetzung der Gedichte Michelangelos; 1890 erschien in Düsseldorf im Verlag Felix Bagel ihre Übersetzung von Dantes Divina Commedia, ein Werk von großer sprachlicher, kultureller und intellektueller Herausforderung.
Zum Abschluss der Veranstaltung ist für Interessierte ein Gedenkmoment mit dem Besuch des Grabes von Sophie Hasenclever vorgesehen – als symbolische Geste des Erinnerns und der Würdigung.
Der Vortrag verbindet Dante, Übersetzung, Kulturgeschichte und Frauengeschichte und gibt einer lange vergessenen Protagonistin der literarischen Vermittlung zwischen Italien und Deutschland ihre Stimme zurück.
Eintritt
Gäste 6,- € | Mitglieder frei
Der Vortrag gliedert sich in drei Hauptabschnitte:
Christiane Horstkötter-Brüssow, M.A.
Christiane Horstkötter-Brüssow, M.A.
Geboren 1962 in Braunschweig, studierte Christiane Horstkötter-Brüssow Romanistik, Germanistik, Latinistik und Gräzistik an den Universitäten Bochum, Köln und Bonn. Sie ist Doktorandin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf bei Prof. Dr. Martina Nicklaus und arbeitet an einer Dissertation zum Thema Vittorio Alfieri – die deutschen Übersetzungen.
Sie war als Lektorin beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) in Köln tätig und arbeitet als Übersetzerin aus dem Spanischen und Griechischen. Im Jahr 2019 erhielt sie den Griechischen Staatspreis für die Übersetzung von Die schwierige Kunst von Dimitris Eleftherakis, die gemeinsam mit der Übersetzergruppe LEXIS entstand.
Im Rahmen der Forschungen zu ihrem Dissertationsthema stieß sie auf die Düsseldorfer Salonière und Übersetzerin Sophie Hasenclever (1824–1894), Tochter des Gründungsdirektors der Düsseldorfer Kunstakademie Friedrich Wilhelm von Schadow (1788–1862). Sophie Hasenclever übersetzte Dante Alighieris Divina Commedia sowie die Gedichte Michelangelos ins Deutsche. 1875 veröffentlichte sie Michelangelos Gedichte im Verlag Dürr in Leipzig, 1890 erschien in Düsseldorf im Verlag Felix Bagel ihre Übersetzung von Dante Alighieris Göttlicher Komödie.